„Die Nöte der Menschen müssen ein Echo in euren Herzen finden.“

(Anna Dengel)

In den letzten Wochen sind es besonders die Nöte der armen und ausgegrenzten Menschen, der isolierten und benachteiligten, die uns ansprechen. Als Missionsärztliche Schwestern versuchen wir, auf diese Nöte zu antworten, ganz konkret.

In London/UK und in Jakarta/Indonesien verteilen unsere Schwestern zusammen mit anderen Ordensschwestern und NGOs Lebensmittel an Menschen auf der Straße oder in Quarantäne. Der Mangel an Unterkünften für Menschen ohne Obdach ist hoch.

Auch in den deutschen Städten sind die Armen auf den Straßen sichtbarer. Fehlender Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung führt zu einer erhöhten Arbeitsbelastung für die Projekte, an denen unsere Schwestern beteiligt sind, obwohl die Zahl der "COVID-positiven Fälle" immer noch gering ist.

Wanderarbeiter und Flüchtlinge sind eine weitere Zielgruppe für einige unserer Schwestern. Sie brauchen nicht nur Zugang zu Gesundheit, sondern auch Begleitung und Beratung, um die Situation zu verstehen und ihre zahlreichen Probleme zu bewältigen.

Einschränkungen in den Pfarreien und Gottesdienst-Verbote regen unsere Schwestern wie viele andere dazu an, interaktive Liturgien und Gebete kreativ zu gestalten. Neue geistliche Formate und Gemeinschaft im Geist und im Gebet entstehen über die eucharistischen Liturgien hinaus – das macht Mut.

In der Lebensberatung und Geistlichen Begleitung geht Vieles per Telefon - aber nicht alles. So ist es schmerzlich mitzuerleben, wie äußere Isolation innere Probleme verschärft und Familien auseinanderbrechen. Wir hoffen, dass durch die Lockerungen in der kommenden Zeit erneuter Dialog von Mensch zu Mensch möglich ist.

Auch Schwestern und Assoziierte, die im Gesundheitsdienst, in der Krankenhausseelsorge, im Hospiz tätig sind, erleben, dass der direkte Kontakt und das Gespräch mit den Menschen - trotz distanzierender Schutzmaßnahmen - heilsam sein kann.

An vielen Orten sind unsere Schwestern und Assoziierten Mitglieder Teil der Gemeinschaft derer, die sich für andere in dieser Krise engagieren. Lassen Sie uns weiter gemeinsam solidarisch sein, Hoffnung teilen und die Nöte der Menschen in unseren Herzen widerhallen lassen.

 

 

In der Elisabeth-Straßenambulanz in Frankfurt/Main nimmt Sr. Carmen einen Patienten in Empfang.
Sr. Theresia in der Kleiderkammer der ESA
Sr. Maria untersucht einen ESA-Patienten
In London arbeitet Sr. Simone in der Notaufnahme des St. Thomas' Hospital
Sr. Karin (links) ist zur Zeit im Gesundheitsamt in Bottrop tätig
Multireligiöses Gebet online - Sr. Mariotte (oben links) ist Teil des Frauennetzwerks in Duisburg
Sr. Linda berät in London Klienten am Telefon
Wohnungslose sind teilweise in Londoner Hotels untergebracht - Sr. Jayshree besucht sie dort
Sr. Jyoti bringt in London Essen zu Wohnungslosen
In Berlin bringen Sr. Thekla und Sr. Angelika Lebensmittel zur Hellersdorfer Tafel...
... die auf Spenden angewiesen sind.
Auch in Indonesien verteilen unsere Schwestern Lebensmittel, hier Sr. Anke und Sr. Maria...
... an Bedürftige in den Straßen von Jakarta.