Attat feiert Goldenes Jubiläum

Das Krankenhaus in Äthiopien ist seit 50 Jahren ein heilsamer Ort für die Ärmsten

Missionsärztliche Schwestern aus Westafrika und Äthiopien

Eingang zum Krankenhaus in Attat - festlich geschmückt

Während des Gottesdienstes

Gruppenbild in der Kirche

In der Festhalle

Eine Ikone als Geschenk

Am 15. Juni 2019 feierte Attat Hospital in Äthiopien sein Goldenes Jubiläum. 50 Jahre Präsenz und Arbeit im Südwesten Äthiopiens gaben reichlich Anlass zum Rückblick und zur Dankbarkeit.

1969 gab es weder eine Straße, noch einen Brunnen noch Elektrizität in dem Gebäude neben der Kirche, in dem alles begann. Die akute und chronische Not der Menschen im Gurage-Gebiet war Antrieb genug trotzdem anzufangen und alles Schritt für Schritt aufzubauen.

Seit Beginn wird in Attat behandelt aber auch gleichzeitig geimpft. Das Kurative war von Anfang von vorbeugenden Maßnahmen begleitet. Impfen konnte man auch ohne Strom!

Die erste Operation, die durchgeführt wurde, war ein Kaiserschnitt und bis heute sind Kaiserschnitte die häufigste Operation im Krankenhaus.

Aus dem kleinen Team von vier Missionsärztlichen Schwestern  und deren angelernten Helfern ist ein Netzwerk von 200  äthiopischen qualifizierten Angestellten geworden.

Trotz der etwas abgelegenen Lage finden täglich über 350 Patienten ihren Weg in die Ambulanz. Wir sind operatives Zentrum für ca. 800.000 Menschen. Viele Krankenpflege- und Hebammen-SchülerInnen machen bei uns Praktikum. Ärzte lernen das Operieren und Entbinden bei über 4000 Geburten im Jahr.

Momentan leben sieben Missionsärztliche Schwestern in Attat ( 3 Äthiopierinnen, 2 Deutsche, 1 Inderin, 1 Amerikanerin). Für den Weg in die nächste Dekade hoffen wir, dass die Fraktion der äthiopischen Mitschwestern wächst und dass das Projekt weiterhin Auflaufstelle für  die arme Landbevölkerung bleibt, die sich keine Behandlung in einer Privatklinik in Addis Abeba leisten koennen. Sicher bleiben wir weiter in der Gesundheitsvorsorge aktiv und engagieren uns in der Ausbildung der äthiopischen Jugend.

(Sr. Dr. Rita Schiffer MMS, Ärztin in Attat)