"Brannte nicht unser Herz"

Die "Sinnen_Zeit" im Ruhrgebiet fand Corona-bedingt in neuem Format statt

… unterwegs zu zweit, mit allen Sinnen wahrnehmen, in Weggemeinschaft mit den beiden Emmausjüngern – und dabei erfahren, „dass wir ohne zu suchen alles gefunden haben, was wir brauchen“ und dass da einer ist, der unsere Wege mitgeht.

So und so ähnlich schildern die über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer etwas anderen Sinn(en)Zeit am 9. Mai 2020 ihre Eindrücke.

Dieses Mal konnten wir uns für die Sinn(en)Zeit aufgrund der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht als Gruppe treffen. Daher haben wir uns an unterschiedlichen Orten zwischen Bochum und Krefeld, Bottrop und Köln zu zweit wie die Emmausjünger damals mit allen Sinnen auf den Weg gemacht.

Zur gleichen Zeit und mit den gleichen Impulsen waren wir an unterschiedlichen Orten unterwegs und fühlten uns dennoch miteinander verbunden. Im bewussten Wahrnehmen unseres Körpers und unseres Atems, im achtsamen Sehen, Hören, Riechen und Fühlen öffneten wir uns für die auf-brechende Natur, für das neue Leben, das uns manchmal ganz klein und unscheinbar, manchmal mit ganzer Kraft hervorbrechend entgegenkam.

Allein und im eigenen Tempo ebenso wie gemeinsam und im intensiven Austausch ahnten wir, dass da einer mitgeht, dass wir in allen Unsicherheiten des Lebens von Gott gehalten sind. Und wir haben erlebt, dass Ostern ein Weg ist, zu dem Unterschiedliches dazu gehört: „Erschrecken... gemeinsam durchstehen... neu entdecken... gestärkt... Unerkannt geht ER mit (auch durch Schreckmomente) und in uns wächst Staunen, Dankbarkeit, getragen werden, Mut.“

„Allein das Aussprechen von Gedanken, Zweifeln, Fragen oder Erfahrungen und dann noch das Laufen in der Natur kann Ordnung und Ruhe in das bringen, was mich sonst stresst oder übermäßig beschäftigt, das, was ich fühle.“ So schildern zwei, die miteinander unterwegs waren, ihre Eindrücke.