Vom 10. bis 21. November 2025 findet im brasilianischen Belém die UN-Klimakonferenz (COP30) statt
Missionsärztliche Schwestern bei der COP30
Die Missionsärztlichen Schwestern werden ebenfalls mit einer Schwester vor Ort sein. Sr. Immaculate Tusingwire aus Uganda wird unsere Gemeinschaft persönlich vertreten und unsere Erfahrungen mit den Auswirkungen des Klimawandels in die Gespräche einbringen.
Am 11. November hat Sr. Immaculate die Gelegenheit, in einem "Side Event" zum "Aufruf der katholischen Bischofskonferenzen des Globalen Südens zur Klimagerechtigkeit", einer gemeinsamen Erklärung von Bischöfen aus Afrika, Asien und Lateinamerika, die Sichtweise und Erfahrungen unserer Gemeinschaft einzubringen.
Deutsche Ordensgemeinschaften stellen sich hinter internationale Kampagne der Ordensgemeinschaften für Klimagerechtigkeit
Vor dem Hintergrund der COP30 haben die Vereinigungen der Generaloberinnen und Generaloberen der Ordensgemeinschaften (UISG und USG) mit weiteren Organisationen aus dem Ordensbereich eine Erklärung „Ordensleben für Klimagerechtigkeit: Hoffnung in Taten umsetzen“ veröffentlicht. Für die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) hat jetzt Vorsitzender Br. Andreas Murk OFM-Conv die Erklärung unterzeichnet.
Anliegen der Erklärung ist es, die Dringlichkeit des Handelns in der Klimakrise zu betonen, von deren zunehmend schwerwiegenden Auswirkungen insbesondere Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen in Entwicklungs- und Industrieländern betroffen sind. Die Unterzeichner fordern die Delegierten der COP30 und die Regierungen nachdrücklich zum Einsatz für folgende Maßnahmen auf:
- Die Schulden armer Länder erlassen, da ungerechte und nicht tilgbare Schulden die Ressourcen für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Eindämmung seiner Folgen nicht beeinträchtigen sollten.
- Den Fonds für Verluste und Schäden (FRLD) stärken, indem ausreichende Mittel bereitgestellt werden, um die schwerwiegenden Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen.
- Klare Ziele für eine gerechte Energiewende festlegen, die darauf abzielen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dabei müssen die historischen Verantwortlichkeiten, die Achtung der Menschenrechte - insbesondere der Rechte indigener Völker -, Wertschätzung und Schutz der Natur und ein Vorrang nachhaltiger Lebensgrundlagen gegenüber gewinnorientierten Modellen Berücksichtigung finden.
- Klare Ziele für die Entwicklung eines globalen Ernährungssystems festlegen, das auf Ernährungssouveränität und agroökologischen Praktiken basiert. Es sollte kulturell angepasste Methoden für Produktion, Verarbeitung, Verteilung und Verzehr von Lebensmitteln fördern.
Die Ordensgemeinschaften und Kongregationen sehen sich mit diesem Anliegen als Teil der katholischen Kirche vereint mit "allen Menschen guten Willens", die sich für eine gerechte Zukunft für alle einsetzen.
Neben den Oberenvereinigungen ist unter den Kampagnenverantwortlichen und Erstunterzeichnern die USG/UISG-Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (JPIC Comission). Für sie hat deren Vorsitzende, Generaloberin Sr. Miriam Altenhofen SSpS, unterzeichnet. Außerdem sind die ordensgetragenen Nichtregierungsorganisationen VIVAT International, Jesuits für Climate Justice und Franciscans International beteiligt.
Die Erklärung sowie ein begleitendes Dossier finden sich auf der Internetseite https://www.ecojesuit.com/cop30campaign/.
