Am 6. August vor 72 Jahren wurden die verhängnisvollen Atombomben in Japan gezündet. In Erinnerung an dieses schreckliche Ereignis veranstalteten die IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs - Ärzte in sozialer Verantwortung) und der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) die jährliche Hiroshima- und Nagasaki-Gedenkkundgebung vor der Frankfurter Paulskirche. Sr. Maria Goetzens war für die MMS mit dabei.
Professor Dr. Gottstein erinnerte in seiner Ansprache an die über 130.000 Toten und an das unendliche Leid, das die Menschen in beiden Städten damals traf und auch heute noch immer Spuren hinterlässt. Er und andere Redner riefen dazu auf, dass auch Deutschland, bei der UNO für ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Atomwaffen eintritt, so es wie bereits 122 Staaten getan haben. Deutschland solle sich dem Vertrag anschließen. Dieser wird im September bei der UNO-Generalversammlung zur Unterzeichnung freigegeben.
Gottstein sagte wörtlich: "Wir fordern die Bundeskanzlerin und die Regierung auf, sich intensiver als bisher für die Friedensdiplomatie und für den Abbau der weltweiten Atomwaffen zu engagieren....Atomwaffen nützen nicht, sie gefährden die Welt. Deshalb fordern wir die Entfernung der zwanzig US Atombomben am Fliegerhorst in Büchel (Eifel). Wer diese Forderungen nicht unterstützt, der ist am 24. September eigentlich nicht wählbar!"
Von Seiten der MMS sind Maria Goetzens und Simone Herrmann als Ärztinnen Mitglied der IPPNW und unterstützen deren Forderungen seit Jahren.
Sie traten mit dafür ein, dass Frankfurt sich dem internationalen Bündnis "Bürgermeister für den Frieden" anschloss.
