Mit großem Dank und Freude ...

... feierten wir 80 Jahre MMS in der Unit Niederlande/Belgien

Eine lange Fotowand - MMS in und aus den Niederlanden und Belgien...

... haben weltweit unsere Mission mitgestaltet.

Eine Feier mit Freude und Dank...

... und mit viel Gelegenheit zur Begegnung...

... und mit Abschied von Sr. Juul Snoeren.

Gemeinsame Eucharistiefeier mit P. Frie SJ

Mitschwestern

Stöbern im druckfrischen MMS-Magazin

Ein denkwürdiger Moment im Leben unserer niederländischen und belgischen Mitschwestern! Nachdem sie nach verschiedenen Feierlichkeiten in den lokalen Gruppen am Ende ihres Festjahres angekommen waren, stand ein großes gemeinsames Fest aller Schwestern der „Unit NL/B“ an, zu dem auch unterschiedliche Gäste eingeladen waren. Dazu gehörten wir, eine Gruppe Stellvertreterinnen der Unit Deutschland und England.

Es waren wunderbare Begegnungen, sowie - auch an diesen Tagen -  „denkwürdige“ Momente. Das große Abschlussfest wurde am 11. und 12. November in Doorn bei Utrecht in einem sehr passenden Tagungshaus, das in einem prächtigen Park lag, gefeiert. Nach der Begrüßung und dem Abendessen war ein „buntes Abendprogramm“ mit Begegnungsmöglichkeiten vorgesehen.

Nachdem unsere Unit die Bräuche des St.Martins-Abends (11.11.!) vorgestellt hatte (Fackelzug, Martinslieder und -Gebäck), erreichte uns eine traurige Nachricht: Sr. Juul Snoeren war gerade in diesen Momenten in Arnheim verstorben. Wir hatten zwar bei unserer Ankunft gehört, dass wir mit ihrem Abschied rechnen mussten, aber - als es dann geschehen war - berührte es uns doch alle sehr. Juul hatte ihre Reise zu einem anderen „Festmahl“ angetreten.

Elly Verrijt lud uns ein, ein paar Minuten inne zu halten, um bei Juul zu sein. Von einer großen Fotowand, die zum Fest erstellt wurde, nahm Lutgarde de Brouwer Juuls Foto heraus und stellte es mit einer Kerze an einen für uns alle sichtbaren Platz. Eine jede durchlebte ihre eigenen Gefühle in diesen Momenten und versuchte, die Trauer des Abschieds, den Dank für Juuls Leben und die Freude des Festes, das wir gerade feierten, in Balance zu bringen. Das half, damit wir uns an den weiteren Beiträgen des Abends freuen konnten, z.B. an einem kreativen dreisprachigen Danklied der Unit England und an einem sehr berührenden Dankeswort von Kristina Wolf.

Am nächsten Morgen wurden neue „Tagesgäste“ empfangen und wir feierten, zusammen mit Ben Frie SJ, einem langjährigen Freund der Schwestern, die Eucharistie. Es war eine beeindruckende, symbolträchtige Feier, bei der das internationale Gesicht unserer Gemeinschaft deutlich wurde. Ben Frie fand Worte, die von größter Achtung und Dankbarkeit Zeugnis gaben für die Fußstapfen, die die Missionsärztlichen Schwestern der Niederlande und Belgien in so vielen Ländern der Welt hinterlassen haben.

Eine der Schwestern sagte später, sie sei ganz berührt und beschämt, da ihr all das gar nicht so bewusst war, bis es in dieser Feier ausgesprochen wurde. Mich berührte es sehr, dies miterleben zu dürfen im Angesicht der zum allergrößten Teil „greisen und weisen“ Frauen, deren Leben in jeder Furche und in jedem Blick ihres Gesichtes zu erkennen ist. Dieser Anblick lud mich wiederum ein zum stillen Verweilen ...

Nach der Eucharistiefeier und einem Aperitif überraschte uns Elly Verrijt mit einem neu herausgegebenen „MMS-Magazin mit Interviews von 10 prächtigen Frauen“ der Unit NL/B. Ein wunderbarer Anfang für weitere Ausgaben in der Zukunft. Und dann wurden wir alle mit einem ganz hervorragenden Festmahl verwöhnt ... und wir genossen erneut Begegnungen und Gespräche und verschiedene Ansprachen, deren einmütiger Grundton von DANK und großer Wertschätzung gekennzeichnet war.

Der ganze Nachmittag wurde immer wieder getragenen von Live-Musik zweier Musikstudentinnen aus Utrecht. Ich fand es bemerkenswert, wie stimmig es war, diese jungen Frauen zu erleben, die für die alten, durchwetterten Missionarinnen an ihrem großen Festtag all das in Klänge hüllten, was von ihrem reichen Leben zur Sprache kam.

Zum Schluss präsentierten die angestellten MitarbeiteInnen der Unit noch eine große Überraschung. Sie hatten einen Text vorbereitet, durch den sie den Schwestern der Unit NL/B ihre uneingeschränkte Loyalität zum Ausdruck brachten. Eine jede/r sprach einen Teil des Textes aus und entzündete eine Kerze. Es wurde sozusagen greifbar, mit welcher Empathie und Professionalität, mit welcher Zusammengehörigkeit und einander ergänzend sie ihren Einsatz für die Schwestern sehen. Ein ganz wunderbares Geschenk und ein Beweis dafür, dass sowohl die Angestellten als auch Schwestern alles tun, um diese Lebensphase bis zum letzten Tag voll und ganz zu LEBEN!

Ich bin sehr dankbar, dass ich bei diesen „FEIER-Tagen“ anwesend sein  durfte und ich bin sicher, dass ich das auch im Namen all derer sagen darf, die dort waren.

(Ein Bericht von Sr. Sylvia Platte)