Preis für Toleranz und Zivilcourage

Sr. Mariotte Hillebrand und die Initiative „Frauen aller Länder laden ein“ erhalten Duisburger Preis.

Minister Joachim Stamp übergibt die "Hand" an die Preisträgerinnen. Daneben v.l. Angelika Wagner vom DGB, Stadtdechant Roland Winkelmann, Oberbürgermeister Sören Link und Rabbiner David Geballe

Die gemeinsame Initiative von Christinnen und Musliminnen „Frauen aller Länder laden ein“, die Sr. Mariotte Hillebrand vor gut einem Jahr mit initiiert hat, erhielt am 27. Januar 2020, dem Gedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, vom Duisburger „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ den gleichnamigen Preis für ihr Engagement für mehr Verständigung und für ein tolerantes, friedliches Leben in Duisburg.

Die Initiative lädt mehrmals im Jahr Frauen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Alter und Lebensgeschichte zu verschiedenen Themenabenden ein und will damit das gegenseitige Kennenlernen, einen intensiven und lebendigen Austausch untereinander und den Abbau von Vorurteilen fördern. Aus der eigenen Erfahrung, dass das Fremde oft Angst auslöst, ist es den Frauen ein Anliegen, dass aus einem Nebeneinander ein Miteinander wird, dass aus Fremden Nachbar*innen und aus Nachbar*innen Freund*innen werden. Dass dies nicht von allein geschieht, dass es immer einen ersten Schritt braucht und dass so eine Initiative auch Widerstände auf unterschiedlichen Seiten hervorruft, das haben die Frauen im letzten Jahr auch erfahren.

NRW-Integrationsminister Dr. Joachim Stamp, der die Laudatio auf die Preisträgerinnen hielt, appellierte daher auch an die Frauen: „Lassen Sie sich nicht beirren und machen Sie bitte noch lange weiter so!“ – eine Bestärkung und Ermutigung für die Frauen!

Zum Selbstverständnis der Themenabende gehört neben den vielfältigen inhaltlichen Impulsen zum jeweiligen Thema der intensive Austausch in Tischgemeinschaften von Frauen, die sich im besten Fall erst an diesem Abend kennenlernen. „Mit unseren Einladungen verbunden ist immer der Versuch, möglichst viele Frauen, die sich bislang fremd waren, zusammenzubringen und die persönlichen Gespräche untereinander zu fördern“, betont Ayten Keser, Mitglied der Initiative. „Wir wollen uns für ein Zusammenwachsen vieler zu einer Stadtgesellschaft einsetzen und für die gemeinsame Übernahme von Verantwortung für unsere Welt. Das gelingt nur durch die Stärkung von Verständnis und Toleranz über alle religiösen und kulturellen Schranken hinweg“, ist Sr. Mariotte Hillebrand überzeugt.

Nähere Informationen, Fotos und Videos zur Preisverleihung finden Sie hier:

https://www.ich-du-wir-aktionsjahr.de/preis-f%C3%BCr-toleranz-und-zivilcourage/